Biografien

 

DARIO ADANTI, *Buenos Aires, 1971. Veröffentlichte zuerst in argentinischen Zeitschriften wie El Porteno und Humor und in Tageszeitungen wie Pàgina 12 oder Clarin. Landete 1995 in Spanien, wo er sich mit Alben wie La balena tatuada, La cosa pringosa, Kolmillo blanco oder El calavera vuelva a casa bald einen Ruf schaffte. Adantis Werke erscheinen wöchentlich in der Satirezeitschrift El Jueves, dazu produziert er regelmässig Animationsfilme für MTV Latino.

GABI BELTRaN, *Palma de Mallorca, 1966. Klares Beispiel einer Karriere, die vom wirtschaftlichen Zusammenbruch Ende der Achtzigerjahre in Mitleidenschaft gezogen wurde. Seine ersten Arbeiten erschienen bei Totem, er veröffentlichte in Zeitschriften wie El Vibora und im Katalog Injuve, dann verlagerte sich sein Schaffen auf Kinderzeitschriften wie Tretzevents, Rifirafe und Cavall Fort, wobei er die persönlicheren Geschichten für Zeitschriften wie Nosotros Somos Los Muertos aufhob.

SANTIAGO GARCiA, *Madrid, 1968. Journalist, übersetzer und Drehbuchautor, Mitherausgeber von auf Comics-Kritik spezialisierten Zeitschriften wie Volumen oder U. Autor von Büchern wie La noche del murciélago, Mangamania oder El mapa de los suenos (mit Eduardo Garcia-Sanchez). Arbeitet zurzeit an verschiedenen Album-Projekten, unter anderem an Beowulf, zusammen mit Javier Olivares, und El vecino mit Pepo Pérez.

KEKO, *Madrid, 1963. Einer der solidesten Erzähler aus der Generation von Madriz, mit einem beklagenswerterweise zum grössten Teil unveröffentlichten Werk: Zusammen mit Mique Beltran schuf er Livingston contra Fumake; mit Ramon de Espana Brendan Beckett: el amor duele, das für den französischen Markt bestimmt war. Grandioses Comeback im 21. Jh. mit dem preisgekrönten und starken Album Cuatro botas.

LINHART, *Palma de Mallorca, 1968. Erste Arbeiten in El Vibora. War zusammen mit Marti der erste Spanier, der in der Anthologie Drawn & Quarterly veröffentlichte. Neben seiner Tätigkeit als Illustrator und Zeichner von Kinder-Comics hat Linard ein ebenso persönliches wie beunruhigendes Werk geschaffen, für das seine bisher einzige Monografie Fin ein gutes Beispiel ist.

MARTI, *Barcelona, 1955. War während Jahren einer der Pfeiler der Zeitschrift El Vibora, wo er mit seinem unnachahmbaren Zeichenstil und seiner bedingungslosen Art zu erzählen beeindruckte. Dank seiner Mitarbeit bei Publikationen wie Raw oder Drawn & Quarterly fand er auch international Beachtung. Veröffentlichte eine Reihe wichtiger Alben, darunter Meilensteine wie Taxista, Monstruos Modernos, Doctor Vértigo, Terrorista und Historias de realismo sucio.

MAX, *Barcelona, 1956. Grafiker, Illustrator, Plakatmaler, vor allem aber Comiczeichner mit rund zwanzig veröffentlichten Alben. Einer der Pioniere des spanischen Untergrunds und ein weiterer Pfeiler von El Vibora, für das er Galionsfiguren des spanischen Comics schuf, wie Gustavo oder Peter Pank. Gründer und Herausgeber von Nosotros Somos Los Muertos. Vor kurzem erschien ein in jeder Hinsicht luxuriöses Album, das einen Teil seines Comic-Schaffens vereint: Dreamspy.

MIGUEL B. NUNEZ, *Madrid, 1970. Nunez, einer der kreativsten Autoren der letzten Jahre, seziert in Werken wie M, Demonios internos, Interferencias, Stroszek, El ultimo hombre oder Muertemania die Befindlichkeit des Menschen. Veröffentlichte viel in Fanzines und Zeitschriften wie Idiota y Diminuto, Tos, Nosotros Somos Los Muertos und El Vibora. Gründete mit dem Zeichner Paco Alcazar, mit dem er auch in der Band Humbert Humbert spielt, das Fanzine Recto.

JAVIER OLIVARES, *Madrid, 1964. Comiczeichner, Illustrator und Kinderbuchautor, veröffentlichte zuerst in Madriz. Herausgeber des Fanzines Owo und Mitbegründer der Ediciones Malasombra. Fasste sein umständehalber stark verzetteltes Werk in unentbehrlichen Sammelalben wie Cuentos de la estrella legumbre, Tiempo muerto, Estados Carenciales und La caja negra zusammen. Arbeitet zur Zeit mit Santiago Garcia an Beowulf.

OSCAR PALMER, *Mallorca, 1975. Journalist und übersetzer. Er leitete die auf Comic-Kritik spezialisierten Zeitschriften Volumen und U. Autor der Bücher Guia basica del comic (mit Eric Frattini) und Comic alternativo de los '90, la herencia del Underground. Mitarbeit am Gemeinschaftswerk El dia del nino, herausgegeben vom Internationalen Filmfestival von Sitges.

SANTIAGO SEQUEIROS, *Buenos Aires, 1971, aufgewachsen in Sevilla. War das junge Talent in der letzten Phase der Zeitschrift Totem (diese Geschichten veröffentlichte er später in zwei Bänden von La mala pena), setzte sich später mit den beiden starken Alben Ambigu und Nostromo Quebranto durch, denen To Apeiron folgte. Illustrierte zwei überaus erfolgreiche Bücher von José Luis Sampedro: El mercado y la globalizacion und Los mongoles en Bagdad.